Ich hasse fliegen, so viel steht fest. Nicht wegen der Höhe oder weil mir schlecht wird. Es ist die Angst zu sterben. Wenn wir abstürzen. Wenn ich morgen nicht mehr erleben kann. Wenn ich mich umsonst freue, nach zwei Wochen wieder nach Hause zu kommen. Wenn ich überlebe und meine Familie tot ist. Wenn nur ich sterbe und mit meinem Tod meine Familie zerstöre. "Schau mal was läuft" höre ich meine Schwester sagen, werde durch ihre Worte aus meinen Gedanken gerissen und runzele deshalb genervt die Stirn. "Wir sind im Flugzeug, du Idiot. Was soll hier schon laufen?" - "Marley und ich" gibt sie zurück, ist jetzt genauso genervt und zeigt es mir mit ihrem Blick. Ich werde einen Blick auf den kleinen Bildschirm, der von der Decke hängt. Wir sitzen ideal, zweite Reihe, man kann beqeuem auf den Bildschrim gucken, denke ich mir. Ich sehe aus dem Fenster, frage mich wo wir gerade sind und sehe nach einer Weile lieber wieder weg, weil das Gefühl abzustürzen realer wird mit einem Blick in die Tiefe. Ich stöbsele meine Ohrhörer ein, strecke sie an diesen Stecker an meiner rechten Armlehne und lehne mich ein wenig zurück, um den Film zu gucken. Zugegeben, ich hätte wissen müssen, dass der Film traurig endet. Aber zu meiner Verteidigung, ich dachte Filme mit einer glücklichen großen Familie & einem süßen Hund können nicht traurig enden. Ich dachte, der Hund überlebt doch, Happy End. So wie eigentlich immer in Filmen. Ich sehe mich um, soweit meine Blicke die Menschen um mich herum erreichen, frage mich was die, die sich den Film auch angesehen haben denken. "Voll traurig" höre ich eine laute Stimme sagen, sehe wieder zu meiner Schwester und flüstere "Pssst, muss nicht der ganze Flieger hören", nicke jedoch um ihr zu zeigen, dass ich ihr Recht gebe. "Hätte ich nicht gedacht" fügtt sie hinzu, als sie mein Nicken siehst und ich lächele sie als Antwort auf ihre Worte nur an, wende meinen Blick ab und sehe erneut aus dem Fenster. "Eigentlich wäre es eher traurig, wenn es ein Happy End gegeben hätte" sage ich leise, eher zu mir selbst als zu irgendjemand anderen. "Wenn man den Menschen vormacht, die noch so große Enttäuschung endet im puren und ewigen Glück".Sonntag, 11. September 2011
Ich hasse fliegen, so viel steht fest. Nicht wegen der Höhe oder weil mir schlecht wird. Es ist die Angst zu sterben. Wenn wir abstürzen. Wenn ich morgen nicht mehr erleben kann. Wenn ich mich umsonst freue, nach zwei Wochen wieder nach Hause zu kommen. Wenn ich überlebe und meine Familie tot ist. Wenn nur ich sterbe und mit meinem Tod meine Familie zerstöre. "Schau mal was läuft" höre ich meine Schwester sagen, werde durch ihre Worte aus meinen Gedanken gerissen und runzele deshalb genervt die Stirn. "Wir sind im Flugzeug, du Idiot. Was soll hier schon laufen?" - "Marley und ich" gibt sie zurück, ist jetzt genauso genervt und zeigt es mir mit ihrem Blick. Ich werde einen Blick auf den kleinen Bildschirm, der von der Decke hängt. Wir sitzen ideal, zweite Reihe, man kann beqeuem auf den Bildschrim gucken, denke ich mir. Ich sehe aus dem Fenster, frage mich wo wir gerade sind und sehe nach einer Weile lieber wieder weg, weil das Gefühl abzustürzen realer wird mit einem Blick in die Tiefe. Ich stöbsele meine Ohrhörer ein, strecke sie an diesen Stecker an meiner rechten Armlehne und lehne mich ein wenig zurück, um den Film zu gucken. Zugegeben, ich hätte wissen müssen, dass der Film traurig endet. Aber zu meiner Verteidigung, ich dachte Filme mit einer glücklichen großen Familie & einem süßen Hund können nicht traurig enden. Ich dachte, der Hund überlebt doch, Happy End. So wie eigentlich immer in Filmen. Ich sehe mich um, soweit meine Blicke die Menschen um mich herum erreichen, frage mich was die, die sich den Film auch angesehen haben denken. "Voll traurig" höre ich eine laute Stimme sagen, sehe wieder zu meiner Schwester und flüstere "Pssst, muss nicht der ganze Flieger hören", nicke jedoch um ihr zu zeigen, dass ich ihr Recht gebe. "Hätte ich nicht gedacht" fügtt sie hinzu, als sie mein Nicken siehst und ich lächele sie als Antwort auf ihre Worte nur an, wende meinen Blick ab und sehe erneut aus dem Fenster. "Eigentlich wäre es eher traurig, wenn es ein Happy End gegeben hätte" sage ich leise, eher zu mir selbst als zu irgendjemand anderen. "Wenn man den Menschen vormacht, die noch so große Enttäuschung endet im puren und ewigen Glück".
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2 Kommentare:
Gut geschrieben! :)
ich mag dich. :))
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