TUT MIR LEID, TUT MIR LEID TUT MIR LEID. Ich hab/hatte nicht so viel Lust zu posten, deswegen hat es gefühlte 2739674306345483 Jahre gedauert bist ihr das hier lesen könnt. Mein herzliches Beileid auch ;)
"In einem Jahre wird es nur noch ein heller Fleck sein" sagt sie, mit genau den Worten die der Arzt zuvor bei ihr gewählt hatte. "Oh" gebe ich nur zurück, weil ich nicht weiß was ich jetzt großes darauf antworten soll. In einem Jahr ist es nur noch ein heller Fleck. Zum einen dauert es ein ganzes Jahr, damit man nicht mehr auf den ersten Blick erkennt, was an deiner Hand passiert ist. Zum anderen bedeutet das, dass es irgendwann ganz verschwunden sein wird. Es passieren Dinge und irgendwann werden sie einfach vergessen sein. "Die Zeit heilt alle Wunden", das passt also, wenn man es dieser Art von Wunden zuordnet. "Tut es ihm weh?" frage ich, nachdem ich eine ganze Weile in meinen Gedanken versunken bin. Nicht gleich bekomme ich eine Antwort, deswegen sehe ich hoch zu ihr, sie hält dich in ihren Armen und du siehst mich an, deinen Blick kann ich nicht deuten. "Ich weiß es nicht. Sie haben ihm ein Schmerzmittel verabreicht, das hat den Schmerz gelindert", schon wieder, die Worte des Arztes. Das tut sie immer wenn sie sich nicht mehr zu helfen weiß und ihr alles über den Kopf zu wachsen scheint. Ich nicke nur, gehe einen Schritt auf sie zu, gehe somit auch einen Schritt auf dich zu und breite meine Arme aus. Gleicht tust du dasselbe und ich muss tatsächlich schmunzeln. Es hat dich kein Stück beeinflusst. Du nimmst gar nicht wahr, dass du vor einer Stunde in ein klebend heißes Bügeleisen gefasst hast. Dass du dir deine ganze Hand verbrannt hast. Deine winzige Hand die nicht ein mal zwei Jahre alt ist. Ich lasse dich auf den Boden, damit du rumrennen kannst. Und das tust du, du rennst als könnte dich nichts aufhalten, wie immer. Alles ist wie immer. Noch zu klein um zu begreifen, was gerade passiert ist, denke ich mir. Du bist noch viel zu klein um zu verstehen, dass du dich eigentlich ausruhen solltest, oder es eher ruhig angehen solltest - oder nicht? Dir fehlt es gerade an Nichts und offensichtlich passt du auf, dass du mit der Hand nichts anfasst. In dem Moment drehst du dich zu mir um, deutest auf deine verbundene Hand und fragst "Aua?", als wärst du dir nicht sicher, was das denn nun darstellen soll. "Ja" antworte ich mit einem kurzen Nicken. Das war schon alles was du wissen wolltest und du wendest dich wieder ab. Du hast ein Grinsen im Gesicht, zu sehr freust du dich über all die neuen Spielzeuge hier. Dass wir im Krankenhaus sind, scheint dich dabei nicht zu stören.

