Samstag, 5. Februar 2011

Essentielle Eigenschaften des Lebens sind die Fortpflanzung und der Stoffwechsel. Die Definition des perfekten Lebens, ist bekannt: Familie, Geld, Glück und Zufriedenheit. Doch was sollte der Mensch ursprünglich aus seinem Leben machen? Bevor er wirtschaftlich soweit voran geschritten war, oder bevor es überhaupt die Wirtschaft gab? Wenn wir nun einmal nicht an die Theorie denken, dass wir von den Affen abstammen und uns auf Adam & Eva konzentrieren, dann stellt sich mir die Frage: Was war ein perfektes Leben für Adam & Eva, was für Erwartungen und Träume hatten sie?
Wenn man das Leben objektiv betrachtet, ist dessen Sinn mit Sicherheit nicht, einen guten Schulabschluss zu haben. Klar, ein gutes Abitur bedeutet einen guten Beruf, was zu viel Geld beihilft - und dann? Weshalb kann ich nicht mein Leben leben, in die Schule gehen und lernen, ohne Druck. Nur das, wofür ich mich interessiere, denn nur das zählt. Wir lernen so viele Dinge in der Schule, die 90% der Schüler niemals wieder gebrauchen werden. Wieso kann nicht jeder Mensch sobald er weiß was er aus seinem Leben machen möchte, den Weg einschlagen? Wieso erwartet mein Arbeitgeber von mir, wenn ich Journalistin werde will, dass ich im Bereich Mathe das Thema Wuzeln perket beherrsche? Weshalb muss man immer alles geben und weshalb hört jeder von uns jeden Tag von Menschen, die völlig überarbeitet sind? Einen Beruf leben bedeutet schon lange nicht mehr, mit Herz und Blut dabei zu sein, seinen Job zu lieben und sein Bestes geben zu wollen. Es bedeutet nicht mehr hinaus zu kommen und unter dem Druck unterzugehen. Ist das der Sinn des Lebens? In der Schule arbeiten, später im Berufsleben arbeiten und dann mit viel Glück die letzten 10 Jahres des Lebens in Ruhe zu leben, wenn man zu alt geworden ist um all die wunderbaren Dinge zu erleben, von denen man in Kindheitsjahren träumte? Willkommen im perfekten Leben.

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